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riddim.de - One Drop, One Click, One Destiny
 
     
     NEWS  
 
Horace Andy
Horace Andy im FZW in Dortmund
Am Montag, den 3. November fand sich wieder mal eine nette Runde Dortmunder Musikliebhaber im Freizeitzentrum West ein. Grund war diesmal ein als "The Voice Of Massive Attack" angekündigter Künstler: Horace Andy! Doch die Befürchtung mancher Konzertbesucher, dass sie nun ein schräges Trip Hop-Set erwartet, hat sich nicht erfüllt und die Studio One - Legende spielte ein wunderschönes Konzert, dass einfach nur Balsam für die Seele war. mehr
 
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     features    reviews  
  Makasound-
From Inna & Outta De Yard
REBEL TONE-
DA MIXING BOARD – EDITION #1”
 
   
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  Duane Stephenson-
Eins nach dem anderen
AFTERSHOCK 2005-
JUGGLING
 
   
   
 
 
   
     Editorial Bob Marley-  
 
Ab 01.12. im Handel
The Church of Bob Marley

Die Verwandlung Bob Marleys vom ersten Superstar der Dritten Welt in eine weltweite Kulturikone vom Schlag eines Che Guevaras kann unmöglich nur mit seinen Platten erklärt werden. Sicher, dass sein Andenken fast 30 Jahre nach seinem Tod noch immer laut und deutlich aus allen Winkeln der Erde widerhallt, hat viel mit den leicht als humanistisch auslegbaren Prinzipien zu tun, die er verkörperte und in seinen universal verständlichen, und allein schon deswegen genialen Lyrics zum Ausdruck brachte. Auch der Zauber des Revolutionärs, der das System herausforderte und alle Attribute eines Rockstars aufzubieten hatte – das lange Haar, die Gitarre um den Hals, die erhobene Faust, der schamlose Umgang mit Drogengesetzen und der Ruf des unwiderstehlichen Womanizers –, wirkt lange nach.

Doch dass Bob Marley heute als Heiliger verehrt wird, dessen Gospel von Millionen von Evangelisten in den Fußgängerzonen dieser Welt zur Akustikgitarre verkündet wird, dessen Hoffnung spendende Wirkung höchstens, und das auch nur kurzfristig vom gerade neugewählten Präsidenten der USA (dessen Triumph in die gleiche Woche fällt wie die Entstehung dieser Zeilen) erreicht wird, dass es also überhaupt nicht abwegig erscheint, wenn Will Smith in „I Am Legend“ zu den Heilsversprechen von „Three Little Birds“ durchs ausgestorbene New York geistert, ist vor allem einer Vermarktung zu verdanken, die auch nichts anderes im Sinn hat als all die Strategien der in Krisenzeiten noch mehr als sonst verhassten Vorstände der Corporate World. Nur so konnte ein Image kreiert und verbreitet werden, das seinen sehr wohl komplexen Träger auf zwei, drei Eckpunkte – „One Love“, Ganja, Eierkuchen – reduziert und ansonsten auf Mythen und Legenden basiert, der kein real existierender Mensch standhalten kann. Wie sonst ist zu erklären, dass Zeitgenossen wie Peter Tosh oder Dennis Brown außerhalb eng umrissener Reggae-Kreise der Obskurität anheim gefallen sind, während Bob Marley als Verkörperung einer so komplexen Kultur wie Reggae gilt?

Das ist ein Grund dafür, dass es in 40 RIDDIM-Ausgaben kaum je um Bob Marley gegangen ist. Abgesehen davon, dass wir ohnehin nicht gewusst hätten, wie wir diesem Monster von einem Phänomen in einem einzelnen Artikel, egal wie lang, hätten gerecht werden sollen, ging es vor allem darum, den „echten“ Reggae (und dazu zählt auch Dancehall) mit all seinen Faszinationen und Widersprüchen hinter den hauptsächlich durch die Marley-Rezeption perpetuierten Klischees hervorzuholen. Doch jetzt wollten wir uns nicht länger drücken. Und weil klar war, dass eine reguläre Ausgabe, wo es immer auch um aktuelle Veröffentlichungen und Ereignisse geht, der falsche, weil zu enge Rahmen für ein solches Unterfangen ist, musste diese Sonderausgabe her. Zwar haben wir das Rad nicht neu erfunden – auch uns ist es nicht gelungen, Bob Marley vollkommen unberührt von all dem Ballast zuleibe zu rücken, der ihn umgibt –, doch haben wir versucht, die Mythen und Legenden weitgehend zu umschiffen, indem wir hauptsächlich mit Autoren gearbeitet haben, die aus erster Hand über Bob Marley berichten können, Menschen wie Barbara Blake Hannah, Vivien Goldman, Chris Salewicz, Roger Steffens, David Katz und John Masouri, die ihn kennen gelernt und/oder mit Leuten gesprochen haben, die zu seinem engsten Freundeskreis gehörten, etwa mit seinem Bredrin Bunny Wailer, der vergessenen Wailers-Sängerin Beverly Kelso, seinem Arzt Carlton „Pee Wee“ Fraser, seiner Muse und Lieblingsfreundin Cindy Breakspeare, seinem Produzenten Lee Scratch Perry, seinem Bassisten und Arrangeur Aston „Family Man“ Barrett u.v.a. Neben diesen Artikeln, die zusammen ein – zugegeben löchriges – biografisches Bild zeichnen, gibt es Analytisches von Autoren, die sich so leicht nicht beeindrucken lassen von dem Bild, das die Welt von Bob Marley hat. Carolyn Cooper etwa, die in ihrer literaturwissenschaftlichen Art Rita Marleys Autobiografie gegen den Strich gebürstet hat. Oder Mike Alleyne, der die Verpackung der Musik, die Albumcover der Island-Jahre unter die Lupe genommen hat. Oder Mel Cooke, der in seinen gewohnt bissigen Kommentaren Marley mit der Gegenwart abgleicht. Dazu gibt es jede Menge Bits & Piece für Sammler und Fans, Reviews für die Spätgeborenen und eine DVD, die zwar nicht Bob Marley selbst zeigt – da war die Vermarktungsmaschine von Rita Marley und Chris Blackwell vor, die ohne einen Heftpreis von mindestens 20 Euro nicht zu überwinden gewesen wäre – dafür aber weitere Zeitzeugen wie die Wailers-Musiker, Peter Tosh und Judy Mowatt in Ton und Bild zu Wort kommen lässt. Dass es neben all dem noch immer Aspekte gibt, die auf den folgenden 120 Seiten nicht angesprochen sind – vor allem Marleys Verhältnis zu und Bedeutung für Rasta sowie eine tiefere Auseinandersetzung mit seinen Lyrics – ist bei allem Unmut zur Lücke in gewisser Weise beruhigend, lässt es der Redaktion doch die Möglichkeit, auch in Zukunft nicht annähernd mit Bob Marley abzuschließen. Es bietet sich also noch irgendwann die Gelegenheit, ausführlich über das Mekka aller Marley-Pilger in Nine Miles, Jamaika, zu berichten, wo man seit neuestem die Schuhe ausziehen muss, bevor man den Schrein der Church of Bob Marley im Mausoleum besichtigen darf.

One Love, die Redaktion mehr

 
     RIDDIM Festival-Selection  
 
Wir sind Reggae
Was Selectors von Welt dieser Tage auflegen, lässt sich im Sommer auf europäischen Festival-Bühnen bestaunen, wo sich heuer ein Generations- und Geschlechterwechsel abzeichnet, ohne dass Altbewährtes zu kurz kommt. Nachdem das gar nicht mal so schwache Geschlecht lange Zeit mit einer Alibifunktion in Form einer einsamen Lady im Line-Up vorlieb nehmen musste, rücken die Power-Frauen in diesem Jahr mit Vorreiterinnen Lady Saw und Tanya Stephens sowie jungen Künstlerinnen wie Etana, Queen Ifrica, Alaine und Ce'Cile mit geballter Kraft an. Das gilt auch für die junge Garde der männlichen Artists, die allen voran mit den derzeitigen Hitlieferanten Stephen Marley, Tarrus Riley, Busy Signal, Alborosie, Pressure oder Duane Stephenson die Next Generation vertreten. Das Bindeglied zwischen Old und New School ist Michael Rose, der den Status eines Veterans hat, der aber aktuell am Autotune-Puls der Zeit ist. Und mit U Roy, Charlie Chaplin, Josey Wales, Brigadier Jerry, General Trees, Lord Sassafrass, Echo Minott u.a. sorgen echte Helden der Dancehall für die nötige Balance in Programmen. Aus Europa tummeln sich vor allem Artists mit neuen Alben auf den Openairs. Dass es sich dabei bis auf Nikitamans Mono und Marlene Johnson um Männer handelt, zeigt, dass hierzulande die Geschlechterbarriere noch nicht geknackt ist. Mit Beenie Man, Sizzla, Shaggy, Luciano, Morgan Heritage und Beres Hammond gibt es immer wieder gern gesehene Sure Shots, die das Fehlen der ganz großen Roots-Legenden vom Kaliber eines Bunny Wailers wettmachen. Wenn da nicht für jeden etwas dabei ist... Bei der Routenplanung kreuz und quer durch die Republik und ins benachbarte Ausland hilft die RIDDIM Festival-Selection. mehr
 
     riddim.de präsentiert  
 
Reggae Jam X-Mas Festival...
20.12.2008
Bass Odyssey...
13.12.2008
Civalizee ls. Pow Pow Mov...
21.11.2008
RIDDIM Launch: Roger Stef...
05.12.2008
MONO & NIKITAMAN
22.11.2008 - 10.01.2009
Steel Pulse
27.11.2008 - 29.11.2008
Tanya Stephens
11.11.2008 - 15.11.2008
The Slackers
07.11.2008 - 22.11.2008
Orishas
20.11.2008 - 28.11.2008
Kora
02.11.2008 - 05.11.2008
DubXanne
08.11.2008 - 13.12.2008
Dub Inc.
12.11.2008 - 20.11.2008
Anthony B
11.10.2008 - 12.11.2008
 
     

zur Aboseite
RIDDIM 00/08

Diesmal mit:
- ::: BOB MARLEY :::

- Trench Town
- Lee Perry
- The Wailers
- Exodus
- Babylon By Bus
- Rita Marley
- Smile Jamaica

Ab 01.12.2008 im Handel.